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Kultsemesterparty 2010, Stubnitz Rostock, 05.11.2010

Freitag 05 November 2010 at 11:59 pm.

Alle Mann an Deck! Es ist wieder Kultsemesterparty auf der MS Stubnitz!!!
Die erste Kultsemester dieses Jahr im April hatten wir verpasst. Umso mehr freuten wir uns, dass der Veranstalter Hanseconcepts im Oktober mit einer Anfrage auf uns zukam! Natürlich sagten wir sofort zu - NOEMA auf der Stubnitz hat noch nie stattgefunden und als wir 2009 auf dem Kultsemester-OpenAir spielten war bis auf den Starkregen alles in bester Ordnung!
Besser konnte es nicht kommen, denn einen Tag später - am Samstag - mussten wir in Richtung Magdeburg zum Bundesfinale Local Heroes. Da machte sich ein Warm-Up auf der Stubnitz gerade recht. Also ich find dat Schiff ja klasse. Solch eine außergewöhnliche Partylocation sucht man im Norden vergebens. Bis auf den Warnowtunnel im Jahr 2009 haben mich neben der Stubnitz andere Locations noch nie so wirklich vom Hocker gehauen. Aber es gab auch Zweifel, ob der Sound im Vordeck (komplett eingeschlossener Raum aus Stahl des Schuffbugs) überzeugen konnte….
Load-In um 19:30 Uhr verlief sehr unproblematisch, denn 3 Helfer trugen unsere Backline. Was ein Traum!!! Gleich nach dem Aufbau die ersten Soundtests der Gitarre. Und der erwartete Effekt blieb nicht aus. Die Frequenzen brachen sich an den Wänden und wurden diffus zurückgeschmissen. Was blieb war ein einziger Matsch. Dem versuchten wir durch nen einstündigen Soundcheck Herr zu werden, was uns auch nach vorne raus gelang. Nur auf der Impro-Bühne blieb es matschig und sehr unklar. Wenn dann die Wege der Monitore nicht getrennt angesprochen werden können, dann hat man schon das nächste Problem. Martin hörte sich nicht so wirklich, denn er musste quasi Monitor-Sharing mit Peter begehen.
Aber langes Gerede…wir haben soweit alles einigermaßen hinbekommen und verließen das Vorschiff mit freudiger Erwartung was da kommen mag. Gerüchte machten die Runde, dass es rappelvoll werden sollte! Erstmal ab backstage. Was ein Gefühl, durch enge Gänge zu gehen, steile Treppen zu steigen um dann in einer Art Captains Diner-Room unseren Backstage zu finden. Kurz das kleine Catering angefasst und dann fing das Warten an. Wir hatten Showtime 00:30 Uhr ausgemacht, Einlass war nämlich erst 22 Uhr. Und erwartungsgemäß geht es auch erst recht spät los auf der Stubnitz.
Umso erstaunter waren wir dann von folgender Szenerie: 22:30 Uhr regnete es in Strömen. Aber die Leute standen an, um an Bord zu kommen! In Schlangen! Mit Regenschirmen. Und ohne!! Das schien ein voller Erfolg zu werden. Wir trafen noch ein paar Freunde und schon war es soweit: SHOWTIME. Nagut, erstmal musste der DJ noch sein Pult abbauen. Aber dann hieß es SHOWTIME!!! 10 Songs standen in den Startlöchern, darunter auch das komplette Set für den darauffolgenden Abend in Magdeburg.
Doch was war das? Gleich beim erste Song hielten sich vereinzelt die Leute ihre Ohren zu, ein Mädel wandte sich sogar ab und verkroch sich hinter die PA. Es war unglaublich laut! Und unglaublich schrill! Wir hatten an unserer Backline absolut nichts verändert. Der Sound-Tech schwörte uns, auch bei ihm sei kein Regler berührt worden.Aber das kann es doch nicht sein? 150 Leute vor der Bühne und es klingt lauter und schriller als vorher im Soundcheck, als der Raum noch komplett leer war? Versteh ich nicht.
Wir konnten kaum was ändern an dem Fakt. Wir sahen nur dieses Mädel dass sich die Ohren zuhielt und zur Seite ging. Ich für meinen Teil war stark irritiert.In der Mitte des Sets noch eine strange Aktion. 2 Kerle und ein Mädel schwankten auf die Bühne zu und liefen seitlich rechts vorbei um die dahinter liegende Treppe zu nutzen. Vielleicht war ihr schlecht und sie musste ganz dringend an die Luft. Egal. Doch jetzt kommts: 5 Minuten später kamen sie seitlich links die andere Treppe wieder runter, fanden sich in einer Sackgasse wieder und entschlossen sich - einfallslos wie sie waren - einfach mal komplett über die Stage zu rennen und ganz nebenbei, als ob das nicht frech genug wäre, stellten sie ihren nassen und bis oben gefüllten Bierbecher auf unseren Gitarren-Amp!!!! Hallo?`??? Gehts noch??? Kippt der um, wars das. Das macht einmer KNALL und das Ding ist im Eimer. Wahrscheinlich fliegt sogar ne Sicherung und dat Schiff ist ohne Strom! Mit 700 Mann an Bord bricht Panik aus, alle laufen kreischend umher, knallen gegen Stahlwände und Pfeiler und springen, wenn sie es denn überhaupt geschafft hätten, am Deck bei 4 Grad und Regen in die Unterwarnow. Also ihr 3 Spinner: überlegt euch das nochmal genau beim nächsten Mal, ob eure Aktion wirklich nötig war. Vor allem dann noch so blöd grinsen uns sich dabei selber feiern war der Beweis für mangelndes Hirn. Könnt mich schon wieder aufregen hier. Aber sei’s drum.
Wir brachten den Gig zu Ende. Kamen leider nicht so wirklich rein, feelin-mäßig. Aber Kopf hoch, die Leute blieben größtenteils ja da auch wenn sie bestimmt schmerzende Ohren hatten. Auch die Konservenmusik nach unseren letzten Tönen hatte diese Mordslautstärke!!! Das berichteten uns viele Personen. Jedenfalls sollte die PA mal en Detail gecheckt werden, damit sowas nicht nochmal passiert.
Doch jetzt kam das tollste diesen Abend: Abbauen!!! Nachdem alles in Bags und Kisten verstaut war, konnten wir zum Glück hinter der Bühne über die eigentlich gesperrte Treppe raus und über eine Art Leiter in Plankenform an Land. Dort der nächste Schreck: es lief Polizei mit Taschenlampen umher und begutachtete die Autos auf den Parkplätzen. Irgendwelche Idioten hatte von 3 PKW’s Scheiben eingeschlagen. Zum Glück nicht bei uns. Nächsten Tag wollten wir ja gleich von Rostock aus weiter zum Finale.
Was krass war: selbst um 2 Uhr standen die Leute noch im Regen an! Traumhaft!!Wir wurden also pitschnass beim Einladen und die Laune verschlechterte sich. Die Treppe wurde auch zeitig wieder geschlossen, wir kletterten noch kurz rüber und waren wieder drin im Warmen. Nur um zu sehen, dass die größte Schlagzeugtasche mit der kompletten Hardware noch neben der Bühne stand. Macht Spaß die durch 700 Leute durchzuziehen. Bin etlichen Mädels über die Füße gefahren, sorry dafür!
Wir hatten uns zum Pennen auf 4 Wohnungen aufgeteilt. Irgendwas klappte da nicht, Martin stand mutterseelenallein auf der Straße. Kaum Schlaf, viel zu viel Club Mate getrunken. War all inclusive, danke Daniel :)!
8 Uhr, der Wecker klingelt nach 4 Stunden Schlaf.
Die Geschichte geht weiter im nächsten Tourtagebuch vom Local Heroes Bundesfinale 2010, 06.11.2010.

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